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Buchbesprechung „Life Before Birth“

„Life Before Birth“ von Dr. Arthur Janov ist eine exzellente Analogie, wie das Leben im Mutterleib und die ersten Monate nach der Geburt das Leben des Babys bis weit in die Zukunft beeinflussen können. In der Schwangerschaft verändern der Seinszustand der Mutter, Stress-Spiegel und Hormone das Leben des Fetus. Alle physiologischen und neurologischen Veränderungen, die mit der Mutter geschehen, werden auch vom Fetus erlebt.

Das ist ein erstaunliches Buch, zumal viele Forschungsstudien angestellt worden sind, um festzustellen, wie wichtig die Schwangerschaft ist und dass der gesamte Geburtsprozess gewaltige Auswirkungen in unserem Menschenleben haben kann. Wir haben alle gehört, dass Liebe zwischen Mutter und Kind für die Entwicklung eines Babys wesentlich ist, aber es steckt mehr dahinter. Liebe muss im Mutterleib beginnen. Eine ruhige, glückliche und liebevolle Mutter kann für den Fetus Wunder bewirken.

Aus einer neurologischen Perspektive kann das Baby-Gehirn gestärkt werden und bessere Schmerztöter-Rezeptoren herstellen. Der Serotonin-Spiegel der Mutter wird auch an den Fetus übertragen. Wenn der Serotonin-Spiegel optimal ist, wird das Baby ein bewussteres Leben haben, in der Lage sein, gut mit Stress umzugehen und die Fähigkeit haben, im Leben weniger Schmerz und mehr Freude zu erfahren.

Wenn man all das weiß, bekommt die gesamte Schwangerschaftsphase eine viel größere Bedeutung. Da der Fetus mit so großer Geschwindigkeit wächst, kann alles, was Sie tun, dieses Wachstum und diese Entwicklung beeinträchtigen und sich ein Leben lang auf die Gesundheit und das Verhalten des Kindes auswirken.

Wenn Sie während Ihrer Schwangerschaft Drogen nehmen, Medikamente oder Alkohol, dann werden die Gehirnzellen des Babys beeinträchtigt. Wichtig ist auch, auf Stress ein Auge zu haben, weil das Baby auch die Angst und den Stress spürt, da sich die Hormon-Spiegel ändern.

Das Baby hat im Mutterleib und als Neugeborenes das am weitesten geöffnete emotionale Fenster, das es je haben wird. Alles hat große Auswirkung. Eine einzige Zigarette kann eine Prägung verursachen, ein Würgen und Zusammenziehen der Bronchien hervorrufen, das zu einem Prototyp werden kann, wie das Kind auf ein späteres Trauma reagieren wird.“

  Dr. Arthur Janov, PHD

Hier ein Buchauszug über die Wirkung von Angst:

„Eine neue Studie fand heraus, dass Babys im Mutterleib bereits im vierten Monat der Schwangerschaft die Angst ihrer Mütter spüren. Die im Journal Clinical Endocrinology veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass das Angst-Niveau des Babys in Einklang mit der Angst der Mutter steigt und fällt. (Diese Arbeit wird bei Tommy’s gemacht, eine Wohlfahrtseinrichtung in London, die der Ursachenforschung von Fehlgeburten, Frühgeburten und Totgeburten gewidmet ist). Angst wurde sowohl im Blut der Mutter als auch im Fruchtwasser gemessen. Der Punkt, auf den hinweisen möchte, ist der, dass sich der Fetus ständig an seine Umwelt anpasst. Wenn das System der Mutter Gefahr signalisiert, dann macht das auch das ungeborene Kind. Der Unterschied ist, dass die Anpassung des Babys eingeprägt wird und vielleicht ein Leben lang dessen Reaktionen steuern wird. Sie endet nicht, wenn die Angst der Mutter aufhört. Das Kind lernt auf der Hut zu sein, immer ein bisschen zu wachsam und aufmerksam; daher später die Überreaktion auf die leiseste Furcht. Wir finden gerade heraus, dass Furcht in der Tat Erinnerungen in unser Gehirn brennen kann."

  Dr. Arthur Janov, PHD

 

Ich würde dieses Buch allen zukünftigen Müttern empfehlen und allen, die klarer verstehen wollen, warum wir bestimmte Probleme mit unserer Gesundheit, Psyche und Verhalten haben und warum wir keine Lösungen haben.

 

Original-Review auf LexiYoga