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Arthur  Janov behauptet, dass Stress während der Schwangerschaft eine klare Zellprägung hinterlässt, die psychische Krankheit und schwere körperliche Erkrankung  voraussagt

  Arthur Janov, mittlerweile in seinen 80er Jahren, ist gerade dabei, den Status einer Kultur-Ikone wiederzuerlangen. In der Oktober-2011-Ausgabe von „Rolling Stone“ berichtet der mitwirkende Redakteur Jeff Goodell in einem Gedenkartikel über das Leben von Steve Jobs, dass Jobs und seine Langzeit-Freundin Chrisann Brennan häufig über Arthur Janovs Veröffentlichung „The Primal Scream“ aus dem Jahr 1970 sprachen. Goodell, der aus Brennans unveröffentlichten Memoiren zitiert, schreibt: „[Steve Jobs] sprach wiederholt von Janovs Vorstellungen darüber, wie Mütter und Väter darin versagten, ihre Kinder zu lieben und wie sie diese auf so vielfältige Weise im Stich ließen und dadurch ein fortbestehendes Trauma schufen.“

Tage später gab der New York Times-Kolumnist Nicholas Kristof seinem Beitrag über Wall Street – Demonstranten den Titel „America’s Primal Scream.“ Und in einer kürzlich erschienenen Buchbesprechung einer neu herausgegebenen Biographie über John Lennon berichtet der Autor James Parker von John Lennons Therapie-Sitzungen mit Janov in den frühen 1970ern: „Urschrei-Therapie tauchte in der Szene auf und [Lennon] schlug ganz groß zu. Arthur Janov machte einen Transatlantik-Hausbesuch: sechs Wochen Privatsitzungen in England, Würgen und Jaulen......der Urschrei könnte für Lennon gemacht worden sein – die Idee, dass der Klang, die Stimme, ein einziger schrecklicher Akkord die erste Ursache des Leidens ausdrücken könnten.“

Während Janovs Werk immer kontrovers war, sind John Lennon und Steve Jobs gewiß zwei Individuen, deren Gedanken und Aufmerksamkeit eingehende Analyse verdienen, auch wenn sie Bilderstürmer sind. Darüber hinaus bekommt Janov nach Jahrzehnten des Skeptizismus aus der Wissenschafts-Gemeinde jetzt gewaltige Unterstützung von angesehenen Wissenschaftlern in den USA und im Ausland.

In seinem neuen Buch „Life Before Birth“ (NTI Upstream, Nov. 2011)  argumentiert Janov, dass Ereignisse während der Schwangerschaft und den ersten Lebensjahren eine klare Zellprägung hinterlassen, die psychische Krankheit und schwere körperliche Erkrankung  voraussagen. Schwangere, die Drogen nehmen oder rauchen oder traumatische Ereignisse durchleben wie Krieg, Naturkatastrophen oder Ehekrisen, können somit Babys gebären, die später im Leben anfällig für psychische Erkrankung und Gesundheitsprobleme sind.

In Steves Fall war es kein verheißungsvoller Anfang“ schreibt Janov in einem kürzlich erschienen Blog-Eintrag. „Seine Mutter war von einem Syrer schwanger, der von der Familie heftigst abgelehnt wurde; so sehr, dass sie ihr Baby zur Adoption frei geben musste. Können Sie sich vorstellen, in welcher Verfassung sie war? Abgelehnt von ihrer Familie, schwanger mit einem Baby, das für die Eltern ein Paria ist.....Diese Qual kann auf den Zellen eine Markierung hinterlassen, die vielleicht ein Leben lang bleibt. Sie ist von Dauer und ändert die Manifestierung unseres Erbguts. Sie ändert tatsächlich die Vererbung durch einen Vorgang, der als Epigenetik bekannt ist.“

Janov glaubt, dass er ein ganzes neues Rahmenwerk aufgedeckt hat zum Verstehen und Behandeln psychischer und körperlicher Krankheit. Jüngste Studien an der Rutgers Universität, der Universität von Kopenhagen, am St. Bartholomew’s Hospital in London und an der Universität von Kalifornien in Los Angeles stützen seine Theorie, dass Primärtherapie messbare positive Wirkung auf die Funktionen des menschlichen Gehirns und Körpers erzeugt.

Es hat mit Resonanz zu tun,“ erklärt Janov. „Es scheint eine besondere Frequenz oder chemische Affinität zwischen Gehirnschichten zu geben. Wenn wir in unserer Therapie Traumen wiedererleben, lösen wir schließlich die verwandten, tief eingegrabenen frühen Einprägungen der ersten Ebene aus, die zellulares Funktionieren entgleisen ließen.........[Steve] war ein Wissender. Aber er konnte nicht wissen, was in seinem Inneren wütete - so tief vergraben in den Antipoden seines Geistes. Er war brillant in so vielen Dingen seiner Außenwelt und wusste doch so wenig über sein Innenleben.“

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Originaltext hier:     PRWEB